Der Mensch lernt von der Natur

 

Der Mensch lernt von der Natur
Schon immer hat der Mensch versucht, sich durch das Konservieren und Haltbarmachen von Lebensmitteln vor Hunger und unwägbaren Einflüssen der oft feindlichen Natur zu schützen. Die Idee war, jederzeit an Nahrung zu gelangen und nicht vom Jagderfolg oder der Gnade der Natur abhängig zu sein, mithin strenge Winter und Dürreperioden im Sommer mit konservierten Lebensmitteln zu überstehen.

Die ersten und einfachsten Möglichkeiten erlernte der Mensch von der Natur selbst, indem er erkannte, dass getrocknete und gefrorene Früchte und Fleischstücke länger haltbar blieben. Da das planmäßige Einfrieren noch einige Jahre auf die Erfindung der Kältemaschine des Herrn Linde warten musste, konnte nur zur Winterzeit ein Teil der Jagdbeute unserer Vorfahren “auf Eis gelegt” werden.
Das Trocknen oder Räuchern versprach dagegen auch in wärmeren Jahreszeiten eine Möglichkeit, Lebensmittel dauerhaft haltbar zu machen. Besonders mit der Sesshaftwerdung der ersten Kulturvölker ergaben sich neue Zwänge der Vorratshaltung. Die Entwicklung arbeitsteiliger Gesellschaften ermöglichte es nicht mehr jedem Berufsstand, den Hauptteil seines Tagesablaufes mit der Beibringung von Nahrung zu verbringen. Das Aufblühen von Handel und Wirtschaft suchte auch ständig nach Verbesserungsmöglichkeiten, um Waren für den Transport und die Lagerung haltbar zu machen. Konservierte Nahrungsmittel diente den niedergelassenen Ackerbauern, über den Winter an die lebenswichtigen Vitamine zu gelangen. Hierbei hatte der Erfindergeist des Menschen kaum Grenzen.

Als neuer Wunderstoff wurde irgendwann in grauer Vorzeit das Salz und somit das Pökeln entdeckt. Wie wertvoll dieses neue Handelsgut war, zeigt der Umstand, dass seit der Antike ganze Kriege wegen diesem Mineral geführt wurden. Auch im Bereich des heutigen Deutschland lagen und liegen bedeutende Salzvorkommen, die seinen Einwohnern Reichtum und Macht bescherten. Übrigens: Die bayerische Landeshauptstadt München verdankt ihre Existenz dem Salz, hätten Sie’s gewusst? Da der damalige Herzog von Bayern, Heinrich der Löwe, den Salzhandel zu kontrollieren suchte, ließ er eine Isarbrücke des Bischofs von Freising zerstören um die Handelsströme über seine Stadt München umzuleiten. Aber zurück zu den Konservierungsmethoden früherer Zeit! Die Menschen begannen also, Fleisch einzusalzen und in Salzlage einzulegen.

Von den für uns aber wichtigen Einkoch-Methoden sind wir aber noch ein Stück weit entfernt. Lesen Sie hier, wie die interessante Geschichte des Einkochens weiter ging!