Rosmarin

Das immergrüne Kraut aus dem Süden lat. rosmarinus officinalis
auch: Brautkraut, Weihrauchkraut

Nutzung: Blätter, bedingt Blüten

Der Rosmarin ist ein aus der mediterranen Küche nicht wegzudenkendes Kraut, welches vielen Gerichten durch seinen intensiven Geschmack den entscheidenden Kick gibt. Beim Rosmarin handelt es sich um eine mehrjährige, immergrüne Pflanze, vergleichbar unseren Nadelbäumen. Dementsprechend erinnern seine Blätter aufgrund ihrer Form und ledrigen, wachsigen Art auch eher an Tannennadeln als an Küchenkräuter. Der Rosmarin kann in einem Topf gehalten werden, er ist robust und verträgt auch winterliche Temperaturen bis zu einem gewissen Grad. Indem man einzelne Zweige nach unten biegt und teilweise in das Erdreich eingräbt, beginnt der Zweig, im Erdboden zu wurzeln. Er kann dann als Grundstock für einen neuen Rosmarin-Strauch verwendet werden.

Der Rosmarin ist insbesondere aus der italienischen und französischen Küche nicht wegzudenken, aber auch in nördlicheren Ländern wie z. B. Großbritannien gehört er zu den wichtigsten Kräutern. Er würzt alle Salate und verschiedene Gerichte, insbesondere Lamm- bzw. Hammelfleisch, Schwein und Wild, er macht sich besonders gut zu Geflügel und Fischgerichten und verfeinert Soßen, Suppen und eingelegtes Gemüse.

Man verwendet beim Rosmarin bevorzugt ganze Blätter, zerrieben entfaltet er sein intensives Aroma besonders gut und verleitet dadurch zum überwürzen, weshalb er immer mit Bedacht eingesetzt werden will. Seine Intensität sollte nicht unterschätzt werden. Im getrockneten Zustand mildern sich seine Eigenschaften ab. Auch in Pulverform streufähig verkauft kann er der Küche sehr wohl seine Dienste erweisen.

Der Rosmarin ist landläufig auch als altes Hausmittel gegen Schädlingsbefall im heimischen Kleiderschrank bekannt. Vielerorts werden seine Zweige zum Schutz gegen Motten und Kleiderschädlinge zwischen die Wäsche und Kleiderstücke des Kleiderschrankes gelegt.